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Oldenburg: Vortrag von Andrea Röpke verlegt, weil unbequeme Fragen aus dem Publikum drohten |
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Donnerstag, 3. Dezember 2009 |
Vorgestern sah es noch nach einer großen Peinlichkeit für das niedersächsische Oldenburg aus. Aus Angst vor Störungen durch die ortsansässige NPD sollte eine Veranstaltung mit der linken “Rechtsextremismusexpertin” Andrea Röpke abgesagt werden. Nun kann sie doch stattfinden – an einem anderen Ort.
Mit der Revision ihrer Entscheidung habe die Stadt Oldenburg eine Blamage abgewendet, beschreibt die „taz“ das Verhalten der Niedersachsen. Am vergangenen Freitag soll in einem Gespräch zwischen der Leiterin des Frauenbüros, der Büroleiterin des Oberbürgermeisters und der Polizei der Entschluß gefaßt worden sein, den Vortrag Röpkes über „Frauen in der rechtsextremen Szene“ abzusagen. Die wahren Gründe blieben im Dunkeln. Die Polizei soll zwar auf “Drohungen” der NPD hingewiesen, laut „taz“ aber nie die Empfehlung ausgesprochen haben, die Veranstaltung abzusagen.
Besonders peinlich ist, daß die Entscheidung allein von den Co-Veranstaltern gefällt wurde. Die Hauptveranstalterin, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, war bei dem entscheidenden Gespräch nicht zugegen. Offenbar auf Druck der Medien wurde die Entscheidung nun wieder rückgängig gemacht. Der Vortrag findet allerdings nicht mehr, wie ursprünglich geplant, im Stadtmuseum, sondern im Kulturzentrum PFL statt.
Als Begründung für den Ortswechsel dient die Behauptung, daß man diese Lokalität polizeilich besser schützen könne als den ursprünglich geplanten Veranstaltungsort. In diesem Zusammenhang sei die Frage gestattet, ob es die Aufgabe der Polizei ist, Frau Röpke vor unbequemen Fragen zu schützen, denn die NPD hatte die eigene Klientel lediglich dazu aufgefordert, sich mit Wortbeiträgen in die Veranstaltung einzubringen.
Wie dem auch sei, die Polizei kündigte an, daß sie sich auf „Eventualitäten" vorbereite.
Andrea Röpke wiederum zeigte sich gegenüber der „taz" verwundert, daß die Stadt die Veranstaltung absagen wollte. Sie habe „Abende schon unter wesentlich prekäreren Sicherheitseinschätzungen ausgerichtet". Sie selbst, heißt es, würde nie einen Vortrag absagen, auch weil sie sich frage, welche Symbolik davon ausgehe.
Darüber hinaus bemerkte Röpke, daß sie noch nie Randale bei einem ihrer Vorträge gegeben hätte. Das erstaunt indes wenig, wenn man bedenkt, daß offenbar nur handverlesenes Publikum zu ihren Veranstaltungen zugelassen wird. Zum anderen sind volkstreue Deutsche per se nicht an der Störung, im Sinne von zerstören, der Veranstaltungen ihrer politischen Gegner interessiert. Ihnen geht es vielmehr darum, die Ausgrenzungsspirale zu durchbrechen. Sie sind es leid, daß immer nur über sie, nicht aber mit ihnen gesprochen wird. Ausgrenzung macht aggressiv, doch während man diese Tatsache bei den arabischen Jugendlichen der Pariser Vororte wie selbstverständlich als Entschuldigung präsentiert, wenn diese mal wieder gewalttätig geworden sind, wird die gleiche psychologische Schlußfolgerung auf politisch unkorrekte Deutsche, die in ihrem eigenen Land sozial geächtet werden, nicht angewendet. Sie werden statt dessen immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt, wo sie tatsächlich überhaupt nicht hingehören. Meinungsumfragen haben immer wieder gezeigt, daß etwa 8 Prozent der Deutschen ein "geschlossenes rechtsextremes Weltbild" (was auch immer das ist) besitzen und mindestens 30 Prozent eine ausländerkritische Einstellung (von den Gutmenschen als "Ausländerfeindlichkeit" bezeichnet) aufweisen sollen. Diese Zahlen dürften sogar eher zu niedrig angesiedelt sein, weil sich ein erheblicher Teil der Deutschen nicht einmal bei derartigen Befragungen zu ihrer politischen Meinung bekennen mögen (siehe Wahlumfragen). Eines belegen diese Werte aber überdeutlich: Sie finden keinerlei Abbildung in der real existierenden Bundesrepublik, weder in den Wahlergebnissen, noch in den Medien, noch in irgendeiner anderen gesellschaftlich bedeutsamen Institution. Und die übergroße Angst der Etablierten besteht nun darin, daß sich die genannten Ansichten in der Öffentlichkeit darstellen und in der Folge auch durchsetzen könnten. Damit dies nicht geschehen kann, läßt beispielsweise Frau Röpke bereits im Vorfeld ihrer Vorträge medial bekanntgeben, daß aufrechte Deutsche von ihren Vorträgen ausgeschlossen sind.
Daher hat sie gestern um 20 Uhr im hermetisch abgeriegelten früheren Peter-Friedrich-Ludwigs-Hospital in Oldenburg über Frauen in der rechtsextremen Szene referiert. Wie hermetisch die Abriegelung tatsächlich war, wird sich erweisen und das die Polizei personell nicht in der Lage war, ist und sein wird, die Öffentlichkeit aus jeder Veranstaltung von Röpke und Konsorten zu verbannen, hat sich in der Vergangenheit gezeigt und wird auch in Zukunft nicht anders sein.
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