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Henryk M. Broder will Bestreiten des Holocaust legalisieren |
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Freitag, 23. Oktober 2009 |
Der Publizist Henryk M. Broder hat angekündigt, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland werden zu wollen. In dieser Funktion wolle er sich unter anderem dafür einsetzen, daß die Leugnung des Holocaust nicht mehr unter Strafe steht.
Broder äußerte sich in einem Beitrag für den "Tagesspiegel" zu den Gründen für die eigene Kandidatur. Broder schreibt, er sei nun 65 und habe immer getan, was er tun wollte, nun sei aber die Zeit gekommen, „das zu tun, was ich tun sollte". Die offizielle Vertretung der Juden in Deutschland befände sich in einem „erbärmlichen Zustand". Der amtierenden Präsidentin, Charlotte Knobloch, wirft Broder vor, mit dem Job überfordert zu sein.
Die Stellungnahmen des Zentralrats hatten einst Gewicht, würden nun aber „kaum noch wahrgenommen, weil er sich inflationär zu allem und jedem äußert." Es könne nicht die Aufgabe des Zentralrats sein, sich als das gute Gewissen Deutschlands aufzuführen.
Außerdem moniert Broder, daß der Zentralrat fast ausschließlich als „Reue-Entgegennahme-Instanz" auftrete und in der "JUNGEN FREIHEIT" heißt es dazu außerdem: „Broder kritisierte vor allem den Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, der den ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) wegen dessen kritischen Äußerungen über integrationsunwillige Migranten in eine Reihe mit Hitler und Goebbels gestellt und sich bald darauf für diese Entgleisung auf eine Weise entschuldigt" habe und damit „vor allem eines demonstrierte: daß er keine Ahnung hat, wovon er redet".
Zu dieser Thematik hatte sich Henryk M. Broder bereits in der Fernsehsendung ANNE WILL geäußert. Am 10. Februar 2008 sagte er dort wörtlich:
"Wir haben es zum ersten Mal in der Geschichte der Migration mit einem Phänomen zu tun, das es noch nie gegeben hat, nämlich daß ein Teil der Migranten die Gesellschaft verachtet, in die er gekommen ist." "Und um diese Einsichten kann man sich nicht drücken. Und das ist die Ursache für die Bereitschaft, selbst Feuerwehrleute, die Menschen gerettet haben, hinterher anzuspucken und zu verachten."
Broder zeigte sich überzeugt, daß es „keine partikularen jüdischen Interessen gibt". Statt dessen seien „Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat" die Werte, die es offensiv zu verteidigen gelte."
Nach eigenen Angaben hätten Broder zwei kleine Gemeinden bereits Unterstützung für die Kandidatur zugesagt.
Dem gegenüber hat der Zentralrat der Juden in Deutschland dessen Kandidatur für das Amt des Verbandspräsidenten als „lustige Fantasie" bezeichnet.
„Als Präsident des Zentralrates wäre Broder eine fulminante Fehlbesetzung. Provokation ist seine Passion und Profession", sagte Vizepräsident Graumann. Broder sei ein begnadeter Provokateur, ihm fehlten aber die Eigenschaften für die Position eines Zentralratspräsidenten. „Auf einer Liste der am wenigsten geeigneten Personen steht bei mir Broder ziemlich vorne."
Broder habe jede Chance gehört zu werden, so Graumann weiter, „aber keine Chance, Präsident zu werden". Dafür müßte er sich auch erst einmal in der jüdischen Gemeindearbeit engagieren.
Schließen möchten wir mit einem Kommentar von der Netzseite ALTERMEDIA, dem nichts hinzuzufügen ist. "Volksgenosse" schreibt dort:
Die versöhnende Hand Broders kommt gut und gerne um 30 Jahre zu spät. Filmzitat Apocalypse Now:
"Erst schossen wir ihnen eine MG-Salve in den Bauch und danach legten wir ihnen einen Verband an, um unser Gewissen zu beruhigen."
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