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“Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim Drucken E-Post
Dienstag, 8. Juni 2010
Kräftiges Signal gegen Überfremdung

 15hildesheim2010

Als uns die Sonne am frühen Sonnabendmorgen vom blauen Himmel anlachte, waren wir sicher, daß dieser Tag ein voller Erfolg werden würde.

So machten wir uns mit den beiden Lautsprecherfahrzeugen auf den Weg in die Hildesheimer Innenstadt. In der Nähe des Veranstaltungsortes mußten wir allerdings eine längere Wartezeit in Kauf nehmen. Die Polizei versicherte uns aber, daß wir bald abgeholt werden würden. Doch das zog sich hin. Um uns herum waren Stimmen zu hören, die einer ungepflegt aussehenden Personengruppe zuzuordnen waren, die unser mitgeführtes Feuerwehrfahrzeug erkannt hatten. Eine kleine Gruppe stellte sich etwas abseits der anderen. Und als es für uns endlich weitergehen sollte, wollten diese uns blockieren, doch ein Streifenpolizist schubste den Pöbel von der Straße und machte den Weg frei.
Gegen 11.45 Uhr kamen wir am Ort der Auftaktkundgebung, dem Hildesheimer Hauptbahnhof, an. Die ersten Teilnehmer waren bereits anwesend.

Pleiten, Pech und Polizei

Wir verschafften uns einen Überblick über die Lage und stellten fest, daß alle möglichen Demonstrationsteilnehmer das Durchsuchungszelt passieren mußten. Da die Stadt Hildesheim und die Polizei während unseres Rechtsstreites immer wieder betont hatten, daß die Teilnehmer nur vereinzelt kontrolliert werden würden, werden wir weiter gegen die Verwendung des Durchsuchungszeltes klagen, weil wir diese Maßnahme nach wie vor als verfassungswidrig halten. Wegen der zuvor gemachten falschen Angaben der o. g. Behörden gehen wir nun um so mehr von einem Erfolg unserer Klage aus.

Vielen Aktivisten wurden überdies Kleidungsstücke beschlagnahmt, mit denen diese sich angeblich hätten vermummen können.

Der Polizei unterliefen noch einige weitere Patzer:

Zunächst verfügte die Einsatzleitung, daß die Auftaktkundgebung mit höchstens 15 Minuten Verspätung beginnen darf. Wer dann noch nicht eingetroffen wäre, hätte schlichtweg Pech gehabt.

Das Problem erledigte sich jedoch von selbst, da die Durchsuchung der Demoteilnehmer bis 14.15 Uhr andauerte.
Dann die nächste Peinlichkeit: Einige Teilnehmer beschwerten sich bei uns, daß die Polizeibeamten ihre Fahnenstangen abgesägt hätten. Der Auflagenbescheid genehmigte eine maximale Länge von 2,50 m, die von den Teilnehmern auch strikt eingehalten worden war. Aber warum wurden sie dann trotzdem auf eine Länge von 1,50 Meter gekürzt? Ganz einfach: Eine Polizistin hatte den Auflagenbescheid nicht gelesen und hatte selbstherrlich ein anderes Maß festgesetzt. Selbstredend war sie wenig begeistert, als wir ihr unter Verweis auf den Bescheid ein dienstliches Versagen attestieren mußten. Noch weniger erfreut war sie dann über die Tatsache, daß sie alle Fahnenstangen mittels Klebeband wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen mußte.

Auftaktkundgebung wohnen 646 Teilnehmer bei

 01hildesheim2010

Nachdem unsere Teilnehmer endlich die Zelte hinter sich gelassen hatten, konnten wir mit der Auftaktkundgebung beginnen. Zu diesem Zeitpunkt waren 646 Aktivisten aus ganz Deutschland anwesend. Und noch immer waren Reisegruppen unterwegs. Diese waren immer wieder polizeilicher Willkür ausgesetzt und verpaßten dadurch die Anschlußzüge nach Hildesheim. Dennoch waren die betroffenen Aktivisten aus Rostock und Berlin fest entschlossen, zu uns zu stoßen. Hoch die nationale Solidarität!

Wir kennen alle die „Anti-Nazi-Transparente", die unsere Demostrecken zieren. Doch hier war mal alles anders: Aus einem geöffneten Fenster hing eine Reichskriegsflagge und dessen Besitzerpärchen folgte interessiert den Redebeiträgen. Dafür, daß sie für uns Flagge zeigten, ernteten die Volksgenossen aus der Nordstadt den ihnen gebührenden Applaus.

Öffentliche Versammlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit?

Vor dem offiziellen Beginn wurden zunächst einmal die Auflagen verlesen. Das übliche Blabla halt, was man so vorgegeben bekommt. Besonders nerventötend war jedoch aufs Neue die Lautstärkeregel. Die durch elektrische Hilfsmittel verstärkte menschliche Stimme durfte die 85-Dezibel-Grenze nicht überschreiten. Einmal abgesehen davon, daß man damit noch nicht einmal die eigenen Teilnehmer über eine Entfernung von 20 Metern ausreichend beschallen kann, insbesondere dann nicht, wenn über dem Kundgebungsort ein Hubschrauber kreist oder Gegendemonstranten dazwischenplärren, werden den etablierten Parteien und Organisationen vor deren Kundgebungen entsprechende Auflagen erst gar nicht gemacht. Dort werden riesige Lautsprecheranlagen aufgefahren, die auch den Zuhörer in 100 Metern Entfernung noch spielend leicht erreichen können. Was man überdies nicht bedacht hatte, war die Tatsache, daß wir als Aktivisten ohne elektronische Hilfsmittel nicht unter die Dezibel-Regel fallen. So haben eigene Messungen ergeben, daß die gemeinsam gerufenen Sprechchöre die 100-Dezibel-Marke bei weitem überschritten haben.
Es ist hoch an der Zeit, daß dieser Art von Willkürauflagen endlich ein Riegel vorgeschoben wird und in dieser Angelegenheit Chancengleichheit mit dem politischen Gegner hergestellt wird. Im übrigen sind öffentliche Versammlungen nicht nur dazu da, die eigene Klientel über unsere Anliegen zu informieren, sondern sollen gemäß Grund- und Parteiengesetz auch an der politischen Willensbildung des deutschen Volkes mitwirken.
Es liegt auf der Hand, daß die getroffenen Maßnahmen, wozu auch die hermetische Abriegelung der Aufzugsstrecke gehört, die es der erwähnten Öffentlichkeit unmöglich gemacht hat, in Hör- und Sichtweite der Demonstration zu gelangen, genau dies verhindern sollte. Statt dessen hat das gemeine Volk als Informationsquelle einzig die veröffentlichte Meinung der uns feindlich gesinnten Medienvertreter. Informationen aus zweiter Hand. Nachrichten, nach denen sie sich richten sollen.

Einen vollkommenen Ausschluß der Öffentlichkeit hätten die Herrschenden in Hildesheim dann erreicht, wenn sie die anliegende Wohnbevölkerung zuvor zwangsevakuiert hätte. So konnte diese dann doch regen Anteil am Geschehen nehmen und ihrerseits Signale gegen Überfremdung setzen, worauf später noch eingegangen werden wird. Doch zurück zur Auftaktkundgebung:

Als erster Redner sprach Thomas „Steiner" Wulff zu uns. Dieser verließ wegen des „Tages der deutschen Zukunft" vorzeitig den Bundesparteitag der NPD, um gemeinsam mit uns ein deutliches Signal gegen Überfremdung zu setzen.
Im letzten Jahr fungierte Steiner bei dem 1. Tag der deutschen Zukunft in Pinneberg als Anmelder und Versammlungsleiter.
Nach ihm ergriff der Hildesheimer Dieter Riefling das Wort. Dieser bedankte sich für die große Unterstützung der vielen Kameraden, die mit ganzer Kraft die Mobilisierung zum TddZ vorangetrieben hatten.
Danach folgte ein Vertreter der Dortmunder mit einem gelungenen Redebeitrag. Anschließend ergriff Sven Skoda aus Düsseldorf das Wort, der in gewohnter Weise die Menge begeisterte.

Kamera  von Andrea Röpke heruntergefallen

 17hildesheim2010

Dann wurde Aufstellung zum Abmarsch bezogen. Und hier wurde es für die Demoleitung anstrengend: Erst fiel die Kamera von Andrea Röpke herunter, was sie ihrer aufdringlichen Art zu verdanken hat. Da sie nun keine Videos mehr drehen konnte, heulte sie sich lang und breit bei den Polizisten aus und erstattete Anzeige gegen den Demoanmelder. Die Einsatzleitung verlangte nun von der Versammlungsleiterin, Ricarda Riefling,   ihren Ehemann und Anmelder der Demo wegen Frau Röpkes Totalschaden auszuschließen. Da wir uns das nicht gefallen ließen, blieb alles wie gehabt.
Dann die nächste Schikane seitens der Polizei. Das zweite Lautsprecherfahrzeug mußte auf deren Veranlassung aus dem Demozug genommen werden. Da wir aber zwei Fahrzeuge angemeldet und diese auch im Auflagenbescheid genehmigt worden waren, bestanden wir mit Nachdruck auf der Wiederzuführung des Fahrzeuges, was uns dann auch gelang.

"Biologischer" Straßenbelag

Dann war da noch die Reiterstaffel. Und was auch immer die Polizeipferde zu fressen bekommen, es wirkt bei den Tieren stets abführend. Und das zu unserem Nachteil. Die gesamte Wegstrecke war von Pferdeäpfeln übersät. Auch das hat die Demoleitung nicht auf sich sitzen lassen und die Polizei aufgefordert, die Hinterlassenschaften von der Straße zu entfernen. Und zu 88 % wurde das auch umgesetzt. Über die restlichen 12% des biologischen Straßenbelags wollen wir mal großzügig hinwegsehen, wobei diese beim nächsten Mal auch nicht mehr hingenommen werden.
Während die Pferde ihre Geschäfte auf der Straße erledigten, wurde einigen unserer Teilnehmer der Toilettengang verwehrt. Hier mußte die Versammlungsleitung erneut einschreiten und mit rechtlichen Konsequenzen drohen, um diese Selbstverständlichkeit durchzusetzen.
Auch dies gelang. Zunächst aber schlug man allen Ernstes vor, daß die Teilnehmer ihr Geschäft innerhalb der Absperrungen erledigen. Und da wäre nur der Ort in Frage gekommen, den auch die Pferde nutzten. Ein klarer Verstoß gegen die Menschenwürde.

Echte Zivilcourage in der Nordstadt

Auf dem Weg zur Zwischenkundgebung bemerkten wir erfreut einige Deutschlandfahnen in Schwarz-Weiß-Rot und in Schwarz-Rot-Gold, die aus den Fenstern hingen. Ebenso ein Schild mit der Aufschrift „Ich bin stolz auf mein Deutschland". Sehr bemerkenswert in einem Stadtteil wie der Nordstadt, das von Ausländern dominiert wird. Diese Deutschen haben wirklich Zivilcourage gezeigt.

Auf der Zwischenkundgebung sprach als Erster Daniel Zöllner von der AG Kiel. Ihm folgte der Landesvorsitzende der JN Niedersachsen, Julian Monaco. Dieser unterstützte uns tatkräftig über die gesamte Demonstration.
Die nächste aussagekräftige und mitreißende Ansprache folgte von dem Kölner Axel Reitz. Er hat die Gedanken von Millionen Deutschen mit seinen Worten ausgedrückt.

Provokation von Andre Aden

Während der Redebeiträge waren viele fleißige Helfer damit beschäftigt, unsere Luftballons in Startposition zu bringen. An jedem mit Gas gefüllten Ballon wurde eine Postkarte befestigt, die dem Empfänger ermöglicht, mehr über TddZ zu erfahren oder Kontakt aufzunehmen.

Da nun der Antifa-Journalist Andre Aden einen Teilnehmer provozierte und dafür einen kräftigen Tritt in den Hintern bekommen haben soll, geriet die Menge kurzzeitig in Wallung. Leider starteten dadurch die ersten Luftballons zu früh in Richtung Himmel. Der Anblick war dennoch schön. Die Ballons in den Farben Schwarz, Weiß und Rot schmückten den Luftraum über Hildesheim. Danach gab es noch weitere Aufstiege und die Postkarten flogen in die weite Welt.

 54hildesheim2010

Ein Aktivist wurde nach dem Zwischenfall mit Andre Aden ausgeschlossen und mußte die Demo verlassen. Die Polizei erlaubte ihm nicht, vor oder hinter dem Aufzug mitzulaufen. Statt dessen sollte der junge Mann allein und ohne Polizeischutz den Weg zum Bahnhof gehen. Aus diesem Grund stellten wir zehn Leute aus den eigenen Reihen ab, die den Kameraden begleiteten.

Als letzter Redner der Zwischenkundgebung sprach Christian Worch. Er hatte uns in den Tagen zuvor bei unserem Rechtskampf unterstützt und wird auch weiterhin beratend tätig sein.
Anschließend hatten wir eine kleine Pause vorgesehen, um auf die Berliner und Rostocker zu warten, die mittlerweile in Hildesheim eingetroffen waren. Leider verwehrte uns das die Polizei und wir mußten Aufstellung zum Rückmarsch beziehen.

Teilnehmerzahl auf 750 angewachsen

So liefen sich die beiden Aufzüge entgegen. In der Höhe des Abschlußkundgebungsplatzes trafen sie schließlich zusammen und so erreichten wir eine Gesamtteilnehmerzahl von 750 Personen! Vor der Abschlußkundgebung nahmen wir uns das Recht auf eine kleine Pause heraus. Es gab Musik aus der Konserve und dazu die Gelegenheit, ein Wiener Würstchen zu essen. Während dieser Unterbrechung wurde noch einmal Geld für die Auslagen und die zu erwartenden Gerichtskosten gesammelt. Mit Erfolg. Jeder Cent hilft. Wenn es uns gelingt, erfolgreich gegen das Durchsuchungszelt anzugehen, wird dies auch richtungsweisend für andere Städte sein.
Als letzter Redner sprach der verspätet eingetroffene Berliner Sebastian Schmidtke. Auch hier möchten wir noch mal ein ganz großes Dankeschön loswerden. Daß ihr trotz dieser Verspätung durch staatliche Schikane noch zu uns gestoßen seid, verdient große Anerkennung!

29hildesheim2010 

Nun ging es weiter zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof. Hier kamen die beschlagnahmten Kleidungsstücke wieder zurück zu ihren Besitzern, nachdem während der Veranstaltung mit der Polizei ausgehandelt worden war, daß die Kameraden ihr Eigentum unmittelbar nach der Demo zurückbekommen.

Der „Tag der deutschen Zukunft" wurde dann von den Kameraden Steiner und Dieter Riefling sowie der Versammlungsleiterin offiziell beendet.

Die groß angekündigten Blockaden blieben aus!


In Gedanken dabei:

Auch beim JN-Sachsentag wurde ebenfalls für den TddZ Flagge gezeigt. Beim NPD-Bundesparteitag in Bamberg traten die Hamburger Delegierten sowie weitere Norddeutsche geschlossen mit unseren Soli-T-Hemden auf. Der „Tag der deutschen Zukunft" wurde überall in Gedanken mitgetragen.

Wir sind noch immer überwältigt von dieser großen Unterstützung. Uns haben im Vorfeld so viele Aktionsberichte für den „2. Tag der deutschen Zukunft" erreicht, daß wir gar nicht allen Gruppen hier einzeln danken können. Wir werden diese aber in unserem Rückblick auf die einjährige Mobilisierung namentlich erwähnen. Ihr alle habt den „Tag der deutschen Zukunft" groß werden lassen. Danke!

Kameradschaft Hildesheim für die Initiative „Zukunft statt Überfremdung"

(http://logr.org/tddz/ )

 
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