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Christian Wulffs Wunderwaffe aus dem Morgenland |
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Sonnabend, 1. Mai 2010 |
Der Ministerpräsident unseres Nachbarlandes Niedersachsen, Christian Wulff, präsentiert sich gern, wohl auch wegen eigener Profillosigkeit, oft als "politischer Talent-Scout". So hat er Deutschland den ersten vietnamesischen Gesundheitsminister beschert, ein namenloser Waisenknabe, der sich "Philip Rösler" nennt, und der nun versucht durch die Kopfpauschale ein Zwei-Klassen-System im Gesundheitswesen zu etablieren. Oder der Schotte David McAllister aus Bad Bederkesa, der bereits jetzt Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag ist. Doch Wulffs neuester Streich ist bislang in Multi-Kulti-Deutschland unüblich: Wulff beruft eine "Deutsch" - Türkin, Aygül Özkan, in sein Küchenkabinett. Diese Dame mit "Migrationshintergrund" soll das für unsere deutschen Volksgenossen nicht unwichtige Amt der "Sozialministerin" bekleiden. Die BILD - Zeitung überschlug sich vor Begeisterung: "Die erste türkisch - stämmige Ministerin". Die Leser erfuhren, wie weltoffen und "integriert" die Dame ist, daß sie nicht Kopftuch tragend ihrem Ehemann mit vollbepackten Aldi-Tüten hinterschlurft. Aus Zeitgründen blieb uns eine "Homestory" erspart.
Dann ließ Özkan, obwohl noch nicht als Ministerin vereidigt, eine neue Sau durch die niedersächsischen Dörfer treiben: sie forderte ein Kopftuchverbot für türkisch-stämmige Lehrerinnen und - ein Schock für viele CDU-Mitglieder - daß "aus niedersächsischen Schulen die Kruzifixe aus den Klassenzimmern verschwinden sollen". Plötzlich knickte die BILD-Zeitung ein: Kanzlerin Merkel sei "not amused" über diese Vorschläge. Auch Wulff pfiff seine künftige Kabinettskollegin zurück. Was er genau gesagt hat, ist uns nicht bekannt - aber, so meldet BILD: "Wulff ist sehr verärgert".
Für uns Nationaldemokraten gilt in diesem Fall das Prinzip der Toleranz: wenn Türkinnen mit Kopftüchern herumlaufen, dann sollen sie das auch tun. Dadurch erklären sie, daß sie nicht unsere abendländische Kultur anerkennen - bleiben damit Außenseiter der Gesellschaft. Aber für uns gilt weiterhin: ob Kruzifixe in deutschen Schulräumen hängen oder nicht - das sollen ausschließlich Deutsche entscheiden und auf keinen Fall Türken.
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