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Donnerstag, 22. April 2010 |
Jeder Bremerhavener kennt sie, die beiden künstlichen Inseln vor der westlichen Küste der Weser: Langlütjensand und Langlütjen II. Diese zur Stadt Nordenham gehörenden Inseln wurden im 19. Jahrhundert künstlich aufgeschüttet, um die Wesermündung vor feindlichen Eindringlingen besser schützen zu können. Sie liegen im "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer", sollten also vor Bebauungen und Fremdenverkehr geschützt sein. Auf den Inseln leben und nisten seltene Vogelarten wie Seeschwalben, Rohrsänger, Brandgans, Rohrweihe, Singschwan und Austernfischer. Vor Langlütjensand befindet sich ein Schilfvorland, das als bedeutendes Brutgebiet anerkannt ist.
Beide Inseln wurden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verkauft. "Sanfter Tourismus" wurde als Nutzungsart vorgeschlagen. Wie die BILD- Zeitung berichtet, soll Besitzer Torsten Bausch bald Gäste in einem noblen "Wellness-Hotel" empfangen können. Diese Gäste verlassen sicherlich auch tagsüber das Hotel und trampeln fröhlich in den Brutwiesen der Vögel herum. Doch Bausch geht noch weiter: Da die Insel zwischen 1933 und 1934 als Schutzhaftlager der SA diente, will er dort selbstverständlich eine "Gedenkstätte für NS-Opfer" errichten. Diese soll dann von Wattwanderern und auch von Schulklassen erreicht werden können.
Eigentlich müßten jetzt die Grünen dagegen protestieren, weil dadurch die Brutgeschäfte von Seeschwalbe, Singschwan u.a. empfindlich gestört werden. Aber diese suhlen sich ja lieber im Schuld-Kult.
Wir Nationaldemokraten fordern: Hände weg von Langlütjen! "NS-Opfer"-Denkmäler gibt es schon genug in Deutschland. Bitte erspart uns mit schweren Gummistiefeln durch das Rohr stapfende Büßer für angebliche "NS-Untaten".
Laßt Langlütjen in Ruhe! Kein Hotel und keine Schuld-Gedenkstätte!
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