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Dienstag, 6. April 2010 |
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Einmal im Jahr veröffentlicht das Standesamt Bremerhaven die Liste der beliebtesten Vornamen. Auch diese sind, wen wundert es, modischen Strömungen unterworfen. Wurden Kinder früher nach starken geschichtlichen deutschen Persönlichkeiten benannt (Brunhilde, Wilhelm, Hermann, Adolf, Otto, August), so hatte die "sexuelle Revolution" der Sechziger Jahre zu vielen dem deutschen Kulturkreis fremdartigen Vornamen geführt (Vanessa, Chantal, Kevin, Jason).
Bei den Mädchen war 2009 "Marie" der beliebteste Name: 35 Mädchen wurden auf diesen Namen getauft, dicht gefolgt von "Sophie" (28) und "Leonie" (18). Auffällig ist, daß viele Mädchennamen auf "-ie" oder -"y" enden. Eine Gerda, Erika, Waltraud, Inge(borg) oder -hilde sucht man vergebens, wie bei den Jungs der Herbert, Siegfried, Horst, Walter oder Udo fehlt. Die meisten neugeborenen Knaben heißen "Luca" (24). Der einerseits biblische Joel (ausgesprochen dschool) oder aus dem Französischen abgeleitete Joel (dschoo-ell) ist mit 18 Knaben auf Platz 2. Der Name Justin (dschastin) taucht nach einigen Jahren wieder mit 12 deutschen Jungs auf Platz 7 der Beliebtheitsliste auf. Das ist wohl der Beliebtheit des 16-jährigen Mädchenschwarms aus Kanada Justin Bieber zu verdanken, der die Backfische bei seinen Konzerten zu regelrechten Kreischorgien hinreißt. Übrigens - eine Angela und einen Guido sucht man in der Beliebtheitsliste vergebens. Woran das wohl liegen mag?
Eltern sollten sich die Namen ihres Nachwuchses gut überlegen. Denn die Schwärmerei für ein "Vorbild" (wie im Falle Justin) ist schnell verraucht. Viele Jungs wollen heute nicht mehr "Kevin" heißen (benannt nach dem englischen Fußballspieler und Schmusesänger Kevin Keegan).
Wir Nationaldemokraten freuen uns über den deutschen Nachwuchs und gratulieren den Eltern herzlich. Es wäre schön, wenn es im nächsten Jahr wieder den Wettstreit zwischen Luca und Joel gibt und nicht zwischen Kemal, Mustafa und M'bongo.
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