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16.02.2017

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Alliierter Bombenterror

Vor gut 73Jahren wurde unsere Heimatstadt Bremerhaven, die damals noch Wesermünde hieß, bei einem alliierten Bombenangriff am 18. September 1944 zerstört.

 213 schwere Bombenflugzeuge flogen einen verheerenden Bombenangriff auf unsere Stadt, die weitgehend zerstört wurde; der Stadtteil Wesermünde Mitte zu 97 Prozent und Geestemünde zu 75 Prozent.

 Hunderte Bremerhavener fanden innerhalb weniger Stunden den Tod, wurden von Bomben zerrissen, verbrannten bei lebendigem Leibe oder erstickten qualvoll in Kellern.

 480 Sprengbomben, 420 000 Stabbrandbomben und 31 Luftminen verbrannten innerhalb von 20 Minuten die Bauleistung einer ganzen Kette von Generationen  und die Stadt veränderte – wie so viele andere deutsche Städte in diesen Tagen auch – für immer ihr Gesicht.
 Durch den Bombenangriff wurden sechs Kirchen, vierzehn Schulen, die Stadthalle, das Stadttheater, das Morgenstern-Museum, die Stadtbibliothek, das Aquarium mit einem Teil der Tiergrotten des Zoos am Meer, der Südflügel des Auswandererhauses und der Columbus Bahnhof vernichtet.

 Die Bomber vernichteten 2670 Häuser, und 30 000 Bürger wurden obdachlos.

Als ob das noch nicht gereicht hätte, fielen einen Monat später, in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober 1944 noch einmal 867 Tonnen Bomben auf die zerstörte Stadt, die offensichtlich komplett ausgelöscht werden sollte.

Der Bomberangriff auf Bremerhaven zeigt genau wie die Bomberangriffe auf Hunderte anderer europäischer Städte vor allem eines: Mit dem Entschluß der Führung Großbritanniens, einen totalen Luftkrieg gegen Frauen und Kinder zu führen, um damit die Moral des deutschen Volkes zu brechen, wurden alle Traditionen europäischer Kriegsführung, wie sie sich nach dem Westfälischen Frieden von 1648 entwickelt hatten und die dem Leitbild des „gehegten Krieges“ entsprachen, radikal durchbrochen.

 Gerade in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde von den Alliierten ein erbarmungsloser Luftkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung geführt, der damit endete, daß die Deutschen wie 1648 vor einem in weiten Teilen verwüsteten Land standen.

Um den Charakter dieses Krieges gegen die Zivilbevölkerung beurteilen zu können, muß man sich auch vergegenwärtigen, daß er schwerpunktmäßig in den letzten zwölf Kriegsmonaten geführt wurde.
 72 Prozent aller auf Deutschland abgeworfenen Bomben wurden in den letzten zehn Kriegsmonaten abgeworfen und im März 1945, also zu einem Zeitpunkt, als das Deutsche Reich de facto schon besiegt war, lud die britische Luftwaffe die größte Monatsmenge an Bomben über Deutschland ab, die nur geringfügig weniger groß war als die Gesamttonnage aller in den ersten drei Kriegsjahren abgeworfenen Bomben.

Der Historiker Jörg Friedrich schreibt dazu in seinem Buch „Der Brand“:

„Als die Flugzeugindustrie, ein strikt militärisches Ziel, in Trümmern lag, war die Bodenlage in Deutschland zur Luft hin ein Zustand vollendeter Ohnmacht…Eine von militärischen Zwecken fast entbundene, von jedem Gefechtsrisiko befreite Vernichtungswalze bearbeitete vom Januar bis Mai 1945 noch einmal das Land.“ – Zitatende –

Dieser Luftkrieg gegen Zivilisten war wie gesagt für die Angreifer fast risikolos, wofür auch der Bombenangriff auf Bremerhaven ein gutes Beispiel ist, bei dem gerade einmal zwei angreifende Maschinen abgeschossen wurden.
 Es ist also historisch  falsch und moralisch fragwürdig, wenn heute der ganze Bombenkrieg gegen Deutschland mit seinen Hunderttausenden von zivilen Opfern einseitig nur auf die Regierungsübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 zurückgeführt wird.
 Fakt ist, daß die unterschiedslosen Bombardierungen von Städten und der in ihnen lebenden Zivilbevölkerung nach dem zu Beginn des Zweiten Weltkriegs geltenden Völkerrecht rechtswidrig waren, da Flächenangriffe auf bewohnte Gebiete eben keine gezielten Angriffe auf militärische Objekte darstellen, selbst wenn bei solchen Angriffen vereinzelt auch militärische Objekte mitgetroffen werden.
 Bei Flächenbombardierungen ist nicht nur ein Wille zur Schonung der Zivilbevölkerung nicht erkennbar und von vorneherein abwesend, sondern der Zerstörungswille richtet sich von vorneherein auf von Zivilisten bewohnte Innenstädte und damit auf ein nach dem Völkerrecht nicht rechtmäßiges Ziel.

 Deshalb ist auch – obwohl dies heute zunehmend bestritten wird – der Begriff „Terrorbombardierung“ sehr wohl ein angemessener Begriff für die amerikanischen und britischen Bomberangriffe auf deutsche Städte, denn diese Angriffe waren nach herkömmlichen Sprachgebrauch in der Tat Terrorakte.

Die Zerstörung der deutschen Städte war übrigens auch ein Kriegsverbrechen nach den Gesetzen des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, dessen Prinzipien die Alliierten freilich nie auf sich selbst anwendeten.

 Rudolf Augstein konnte noch 1985 im „Spiegel“ feststellen, daß auch Churchill hätte hängen müssen, zumindest – so drückte Augstein es wortwörtlich aus „als Oberbomber von Dresden, zu einem Zeitpunkt, als Deutschland schon erledigt war“.

Dieses Zitat von Rudolf Augstein zeigt eines ganz deutlich: Noch vor 30 Jahren wäre es selbst für einen eher politisch links eingestellten Deutschen wie Herrn Augstein undenkbar gewesen, den 30. Januar 1933 als Rechtfertigung für die Flächenangriffe auf deutsche Städte zu mißbrauchen und über diesen Umweg sogar ausdrücklich Bombardierung und Obdachlosigkeit zu rechtfertigen, wie dies von SPD und Bündnisgrünen in Bremerhaven sogar wortwörtlich geschieht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren von den linken Stadtratsfraktionen: So sehr ich auch als NPD-Vertreter ihre Bemühungen unterstütze, mit einem Tag der stadthistorischen Bildung die Erinnerung an den 18. September und an die Bombardierung Bremerhavens aufrechtzuerhalten, so sehr muß ich ebenso ihre Versuche zurückweisen, auch noch die Verantwortung für den verheerenden Bomberangriff auf Bremerhaven auf die Deutschen abzuwälzen, statt die wahren Verantwortlichen zu benennen, nämlich die damalige britische Regierung unter ihrem Premier Winston Churchill und dem damaligen Oberbefelshaber der britischen Bomberflotte, des Luftmarschalls Arthur Harris.

Vor der Versöhnung kommt die Wahrheit, und es wird einer echten Versöhnung niemals abträglich sein, historische Wahrheiten zu benennen.

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